Lesbische Szenebars in Berlin
Lesbische Szenebars in Berlin – Treffpunkte der lesbischen Szene
Berlin gilt seit Jahrzehnten als eine der offensten und vielfältigsten Städte Europas. Neben weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, dem Fernsehturm am Alexanderplatz oder der Siegessäule im Tiergarten hat die deutsche Hauptstadt vor allem kulturell und gesellschaftlich sehr viel zu bieten. Besonders bekannt ist Berlin für seine lebendige LGBTI-Community und eine vielfältige Szene aus Bars, Clubs, Kulturprojekten und Treffpunkten. Auch für lesbische Frauen gibt es zahlreiche Orte, an denen man Gleichgesinnte treffen, neue Bekanntschaften schließen oder einfach einen entspannten Abend verbringen kann.
Die lesbische Szene in Berlin ist international geprägt und zieht Besucherinnen aus der ganzen Welt an. Ob gemütliche Bars, alternative Kulturprojekte, Szeneclubs oder queere Cafés – in vielen Berliner Bezirken finden sich Treffpunkte für lesbische Frauen und die queere Community. Hier kann man nicht nur feiern, sondern auch kulturelle Veranstaltungen besuchen, Kontakte knüpfen oder einfach Teil einer offenen und vielfältigen Gemeinschaft sein.
Die Busche – Kultclub der Berliner LGBTI-Szene
Ein echtes Urgestein der Berliner Szene ist der Club „Die Busche“. Der Club gehört seit vielen Jahren zu den bekannten Treffpunkten der LGBTI-Community und zieht ein bunt gemischtes Publikum aus ganz Berlin an. Hier treffen sich Menschen aus der schwulen, lesbischen und queeren Szene, um gemeinsam zu feiern und die Nacht zu genießen.
Die Busche bietet mehrere Floors mit unterschiedlichen Musikrichtungen – von aktuellen Charts über Mainstream bis hin zu Schlager und Partyklassikern. Besonders beliebt sind die regelmäßig stattfindenden Themenpartys, bei denen oft ein sehr gemischtes Publikum zusammenkommt. Der Club befindet sich am Warschauer Platz 18 und öffnet normalerweise freitags und samstags ab 22 Uhr, zusätzlich gibt es gelegentlich Sonderveranstaltungen vor Feiertagen. Viele Gäste schätzen außerdem das vergleichsweise günstige Preisniveau sowie gelegentliche Aktionen wie freien Eintritt oder Freigetränke.
Himmelreich – Café und Bar im Herzen von Friedrichshain
Das „Himmelreich“ ist eine bekannte Adresse für die LGBTI-Szene im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Das Lokal befindet sich in der Simon-Dach-Straße 36 und ist tagsüber ein gemütliches Café und verwandelt sich abends in eine lebendige Bar.
Hier trifft man häufig auf ein internationales Publikum aus der queeren Szene. Besonders beliebt ist die „Women’s Lounge“, die regelmäßig dienstags stattfindet und speziell für lesbische Frauen gedacht ist. In entspannter Atmosphäre kann man hier bei einem Latte Macchiato, Cocktail oder Longdrink ins Gespräch kommen und neue Menschen kennenlernen. Das Himmelreich ist daher für viele Besucherinnen ein idealer Ort, um einen entspannten Abend zu verbringen.
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poor and literate – Café, Bar und Kulturort
Das „poor and literate“ ist ein ganz besonderer Treffpunkt innerhalb der Berliner queeren Szene. Dieses überwiegend lesbische Lokal verbindet Café, Bar, Buchhandlung und Kulturraum miteinander. Tagsüber kann man hier gemütlich Kaffee trinken oder lesen, während sich der Ort am Abend zu einer lebendigen Szene-Bar entwickelt.
Neben Getränken bietet das Lokal auch eine Vor-Ort-Lesebibliothek, einen Filmclub, eine kleine Galerie sowie eine Bühne für kulturelle Veranstaltungen. Besucherinnen können hier Bücher, Filme, Fotos und Kunstwerke entdecken, die sich mit lesbischer und queerer Kultur beschäftigen. Die kleine Location in der Kopenhagener Straße 77 hat von Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 21 Uhr geöffnet und bietet eine sehr persönliche Atmosphäre.
Marianne – Treffpunkt der Berliner Lesbenszene
Die Marianne-Bar in der Mariannenstraße 6 im Stadtteil Kreuzberg gilt für viele als eine Art Wohnzimmer der Berliner Lesbenszene. Der Treffpunkt hat an sechs Tagen in der Woche geöffnet und zieht Besucherinnen aus ganz Berlin an.
Besonders beliebt sind die Samstagspartys, bei denen DJs für gute Stimmung sorgen und die Bar sich schnell füllt. Viele Gäste schätzen jedoch auch die entspannte Atmosphäre unter der Woche. Ein kleines Ritual hat sich inzwischen etabliert: Am Sonntagabend treffen sich viele Stammgäste zum gemeinsamen Tatort-Schauen. Rund um den Heinrichplatz hat die lesbische Szene übrigens eine lange Tradition, weshalb sich hier über die Jahre mehrere Treffpunkte entwickelt haben.
Schokofabrik – Kulturzentrum und Treffpunkt für Frauen
Die Schokofabrik in der Naunynstraße 72 ist weit mehr als nur ein Treffpunkt – sie ist ein Frauen- und Kulturzentrum mit vielfältigen Angeboten für Frauen und lesbische Besucherinnen. Neben Beratungsangeboten und kulturellen Veranstaltungen gibt es hier auch ein Wohnprojekt, eine Werkstatt sowie verschiedene Freizeitangebote.
Besonders bekannt ist das im Keller befindliche Hamam, das exklusiv für Frauen zugänglich ist. Hier kann man in einem Dampfbad entspannen, saunieren oder eine Massage genießen. Die Schokofabrik verbindet somit Kultur, Politik, Gemeinschaft und Wellness und ist ein wichtiger Bestandteil der Berliner Frauen- und Lesbenbewegung.
Spinnboden – Archiv der lesbischen Geschichte
Der Spinnboden ist ein einzigartiges Kulturprojekt und gilt als größtes Archiv zur lesbischen Geschichte in Europa. Hier werden Bücher, Filme, Zeitschriften, Plakate und viele weitere Dokumente gesammelt, die die Geschichte der lesbischen Bewegung dokumentieren.
Neben dem Archiv finden regelmäßig Veranstaltungen, Vorträge und Workshops statt. Besucherinnen können sich hier über Geschichte, Kultur und gesellschaftliche Entwicklungen der lesbischen Community informieren. Zusätzlich werden auch Beratungen und Coachingangebote angeboten.
Sexklusivitäten – Gesprächsrunden und Veranstaltungen
Ein besonderes Highlight der Berliner Szene ist der regelmäßig stattfindende Talk mit der Sex-Expertin Laura Mérit, der jeden Freitag veranstaltet wird. Diese Gesprächsrunden richten sich vor allem an lesbische und bisexuelle Frauen und bieten Raum für offene Diskussionen rund um Sexualität, Beziehungen und gesellschaftliche Themen.
Die Veranstaltung findet in der Fürbringerstraße 2 statt. In dem dortigen „Kaufladen“ können außerdem Bücher, Filme, Toys und weitere Accessoires rund um lesbische Sexualität und Beziehungen erworben werden.
Weitere bekannte Szene-Locations in Berlin
Neben den genannten Treffpunkten gibt es noch weitere bekannte Orte der Berliner LGBTI-Szene:
- Das Rauschgold
Bekannt als „The Bar where the night never ends“.
Täglich ab 20 Uhr geöffnet und besonders beliebt bei Dragshows und Partyveranstaltungen. - SchwuZ
Einer der bekanntesten Clubs der queeren Szene in Berlin. Neben Partys finden hier regelmäßig Konzerte, Lesungen, Varieté-Veranstaltungen und Diskussionsrunden statt.