Leon’s Leben als Transgender

Meine Reise als Transmann – vom unwohl sein im eigenen Körper bis zum glücklichen Leben als Leon Justyn

Schon in meiner Kindheit spürte ich, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich fühlte mich nie wohl in meinem Körper, wollte keine Kleider tragen und konnte mit „typischen Mädchen­sachen“ nichts anfangen.
Erst viele Jahre später, nach langen Selbstzweifeln und schmerzhaften Momenten, habe ich verstanden: Ich bin ein Junge im falschen Körper.

Mit viel Mut, Unterstützung von Freunden und einer hilfreichen Online-Gruppe habe ich meinen Weg gefunden.
Heute lebe ich seit sechs Jahren glücklich als Transmann und nehme seit einigen Monaten Hormone, die mein äußeres Ich endlich meinem inneren Gefühl anpassen.

„Es fing in meiner Kindheit an. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt. Es gab immer wieder Kleinigkeiten wo ich mir dachte..irgendwas stimmt nicht mit mir. Letztendlich habe ich nie mit Mädchen gespielt obwohl ich biologisch gesehen noch ein Mädchen war..Die haben mit Babys und Sachen gespielt die ich total öde fande. Ich hatte auch nie ein Kleid an oder sowas in der richtung ( nicht so das meine Mutter es nicht versucht hätte.)

Aber ich habe dann sofort angefangen zu heulen und Rum zu schreien. Ich hatte ein Lieblings tshirt und eine Lieblings Hose. Die Hose war eine Latzhose in blau und das tshirt war weiß/blau und vorne drauf war Donald Druck. Paar Jahre später so da war ich 9 bis 10 habe ich mir mal mein Körper mal genauer angeguckt und habe fest gestellt das irgendwann daran nicht stimmt.

Habe geweint und mir versucht mein Bauch und alles aufzukratzten. Meine Familie war entpört weil sie nicht wusste was mir fehlte. Mit 12 dann konnte ich mich einer freundin anvertrauen die selber bi war und die mich verstanden hatte sie meinte ich sei in falschen Körper. Das es sowas öfter geben sollte. Aber bis dahin kannte ich das noch nicht. Durch Facebook bin ich dann in einer Art Gruppe rein gelangt die spezialisiert auf das Thema war. In der Gruppe war eine Gruppenleiterin und ein Psychologe drinnen. Die mir sehr auf dem Weg geholfen haben. Hier nochmal ein danke schön für Julia B. Mit 12 habe ich mich auch geoutet und alle Probleme waren in diesem Moment weg ich konnte sein wie ich bin.

Nun lebe ich schon 6 Jahre als Transgender und bin überglücklich diesen Schritt gemacht zu haben. Ich nehme schon seit fast 4 Monaten Hormone und fühle mich schon sehr männlich.
Liebe grüße leon Justyn“

Unsere Einschätzung

Diese Geschichte zeigt den schmerzhaften, aber mutigen Weg eines jungen Transmannes aus Deutschland.
Leon Justyn wusste schon früh, dass er sich im falschen Körper befindet.
Von der Kindheit voller Selbstzweifel und Tränen, über die erste Offenbarung bei einer Freundin bis hin zur Unterstützung in einer Online-Community – jeder Schritt brachte ihn seinem wahren Ich näher.

Heute lebt Leon selbstbewusst und glücklich als Transmann, nimmt Hormone, und blickt voller Hoffnung in die Zukunft.
Seine Geschichte zeigt:

  • Outing kann befreiend sein

  • Online-Communities und ehrliche Gespräche helfen enorm

  • Man sollte nie aufhören, seinem wahren Ich zu folgen

Leon möchte mit seiner Geschichte anderen Mut machen, die sich vielleicht gerade noch in einem ähnlichen Kampf befinden.

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