{"id":2189,"date":"2018-10-11T23:15:26","date_gmt":"2018-10-11T21:15:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sie-sucht-sie.de\/magazin\/?p=2189"},"modified":"2025-08-28T11:26:28","modified_gmt":"2025-08-28T09:26:28","slug":"maskulin-feminin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sie-sucht-sie.de\/magazin\/maskulin-feminin\/","title":{"rendered":"Maskulin, Feminin, Neutrum &#8211; Das hat es mit diesen Begriffen auf sich!"},"content":{"rendered":"\n<p>Maskulin, feminin, neutrum. Dies sind drei W\u00f6rter, die man in der <a href=\"https:\/\/www.sie-sucht-sie.de\/magazin\/lgbt\/\">LGBT<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sie-sucht-sie.de\/magazin\/queer\/\" title=\"Queer \u2013 Definition, Bedeutung &#038; mehr\">Queer<\/a>-Community und au\u00dferhalb immer wieder antrifft und deren genauer Bedeutung wir heute auf den Grund gehen wollen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nAbgeleitet sind diese Worte aus dem allgemeinen Sprachgebrauch und wurden urspr\u00fcnglich dazu verwendet das Geschlecht von W\u00f6rtern zu bestimmen. Da in der heutigen Zeit allerdings die Erkenntnis eingetreten ist, dass l\u00e4ngst nicht alles nur schwarz-wei\u00df ist, auch nicht Geschlechter, werden diese W\u00f6rter oftmals benutzt um Tendenzen zu beschreiben.<\/p>\n<h2>Was beinhalten diese W\u00f6rter?<\/h2>\n<p>Maskulin wird in der Regel f\u00fcr Attribute verwendet, die typischerweise dem m\u00e4nnlichen Geschlecht zugeordnet werden. W\u00e4hrenddessen verwendet man feminin, f\u00fcr solche Attribute, die als typisch weiblich angesehen werden. Wenn eine klare Zuordnung zu maskulin oder feminin nicht m\u00f6glich ist, dann wird das Wort neutral verwendet.<br \/>\nHierbei handelt es sich um Zuordnungen, die sich sowohl auf Verhaltensweisen, als auch auf \u00c4u\u00dferlichkeiten, oder Hobbys und Beruf beziehen k\u00f6nnen. Sogar Farben werden mitunter in feminin und maskulin eingeteilt. Kurzum: Dieser Einteilung kann man im allt\u00e4glichen Leben kaum noch aus dem Weg gehen. Oftmals basiert sie aber auf Stereotypen und Klischees, die teilweise zwar schlichtweg falsch sind, aber sich derma\u00dfen in der Gesellschaft etabliert haben, dass sie sich weiterhin wacker halten.<br \/>\nIm Allgemeinen ist zu beachten, dass es kein entweder-oder gibt bei diesen W\u00f6rtern. Vielmehr handelt es sich um ein breites Spektrum, auf dem man unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt sein kann. Und selbst dann muss diese Einteilung keineswegs stabil sein. Weder \u00fcber Situationen, noch \u00fcber die Zeit hinweg. Es kann also gut sein, dass Sie im Laufe der Jahre, oder je nach Stimmung eher zur einen oder anderen Seite tendieren. Au\u00dferdem ist es durchaus m\u00f6glich, dass Sie in bestimmten Situationen eher &#8222;typisch m\u00e4nnlich&#8220; oder &#8222;typisch weiblich&#8220; handeln und in anderen kontr\u00e4r. All diese Dinge sind v\u00f6llig normal und okay.<br \/>\nAktuelle Studien zeigen au\u00dferdem, dass beide Geschlechter zunehmend <a href=\"https:\/\/www.sie-sucht-sie.de\/magazin\/androgyn\/\">androgyner<\/a>, also neutraler werden. Vor allem auch dadurch, dass sich die Sicht der Gesellschaft langsam aber sicher ver\u00e4ndert. Und das ist eine gute Sache, denn durch genau diese Entwicklung k\u00f6nnten sich Vorurteile und teilweise verletzende Rollenbilder verringern.<\/p>\n<h2>Hat Feminismus was damit zu tun?<\/h2>\n<p>Feminismus hat im eigentlichen Sinne nichts mit diesen Worten zu tun, denn dabei geht es nicht etwa um die Auslebung oder gar H\u00f6herstellung von weiblichen Mitgliedern der Gesellschaft, sondern um die Gleichstellung der Frauen mit den M\u00e4nnern. Hierbei ist das Geschlecht, oder die eigene Zuordnung auf der Skala v\u00f6llig irrelevant, denn jeder kann Feminist sein. Es gibt zwar leider laute Stimmen in den Medien, die Feminismus nur bestimmten Personen erlauben wollen, oder nicht f\u00fcr eine Gleichberechtigung sondern eine Dominanz des weiblichen Geschlechts fordern, allerdings haben diese Stimmen nichts mit dem gemeinsam, was der urspr\u00fcngliche Gedanke der Bewegung ist. Und der ist Gleichberechtigung f\u00fcr Frauen. Egal wie sehr Sie sich als Frau identifizieren, diese Bewegung m\u00f6chte jeder Frau die M\u00f6glichkeit einer Gleichstellung bieten.<\/p>\n<h2>Der unbeugsame Teil der Gesellschaft<\/h2>\n<p>Leider gibt es in der heutigen Zeit noch viele Personen, die sich offen gegen Personen aussprechen, die irgendwie anders sind. Es wird erwartet, dass bestimmte Rollen eingenommen werden, oder sich an irgendwelche v\u00f6llig veralteten Normen gehalten wird. Sogar die l\u00e4ngst \u00fcberholte Frage &#8222;Wer ist denn der Mann in der Beziehung?&#8220; wird ein lesbisches Paar viel zu oft h\u00f6ren m\u00fcssen. Bestimmt gibt es gleichgeschlechtliche Paare, wo ein Partner eher typisch m\u00e4nnliche Z\u00fcge besitzt und der anderen eher typisch weibliche. Aber es gibt genauso Paare, bei denen beide Partner \u00fcberwiegend auf der gleichen Seite der Skala stehen und das ist selbstverst\u00e4ndlich genauso okay. Das Beste in solchen Situationen ist wahrscheinlich einfach nicht weiter drauf einzugehen, denn negative Aufmerksamkeit kann genauso best\u00e4tigend auf solche Personen wirken wie positive Aufmerksamkeit.<\/p>\n<h2>Was ist der beste Umgang mit diesen Begriffen?<\/h2>\n<p>Wie allgemein bekannt ist und bestimmt die meisten auch schon erfahren mussten, k\u00f6nnen W\u00f6rter sehr verletzend sein. Auch mit diesen Worten sollte man unter Umst\u00e4nden vorsichtig umgehen, denn sie haben oftmals, gerade durch die gesellschaftliche Verwendung, einen bitteren Beigeschmack. Sie sollten also nicht einfach jede beliebige Person offen einordnen aufgrund Ihrer ersten Einsch\u00e4tzung. Bei Freunden und Menschen mit einer Pers\u00f6nlichkeit, die dem gegen\u00fcber nicht so empfindlich sind, kann es m\u00f6glich sein die eigene Einsch\u00e4tzung mitzuteilen. Nat\u00fcrlich auch hier wieder mit Bedacht und ein bisschen Wortgeschick. Sollten Sie sich f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung einer anderen Person \u00fcber sich selbst interessieren, kann es Gelegenheiten geben, danach zu fragen. Hierf\u00fcr eignen sich am besten Situationen, in denen Sie alleine sind mit der Person und eine freundliche Stimmung herrscht. Wenn Sie Ihre eigene Einsch\u00e4tzungen mitteilen wollen, k\u00f6nnen Sie das nat\u00fcrlich nach eigenem Ermessen tun, eventuell k\u00f6nnen Sie dadurch sogar eine interessante Unterhaltung anregen, in der Sie mehr \u00fcber andere und sogar \u00fcber sich selbst erfahren k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich sollte man auch \u00fcber die eigene Definition der W\u00f6rter reden, denn gerade in diesem Bereich sind die Definitionen nicht einheitlich, sondern richten sich oftmals nach den eigenen Erfahrungen und Empfindungen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Auch wenn die Bezeichnungen einen allgemein unangenehmen Beiklang haben k\u00f6nnen, so sind es doch gleichzeitig passende Ausdr\u00fccke um Tendenzen oder bestimmte Verhaltensweisen zu beschreiben. Wenn man bewusst mit Ihnen umgeht und auf die Emotionen der Mitmenschen achtet, kann man mithilfe dieser W\u00f6rter durchaus mehr \u00fcber sein Gegen\u00fcber erfahren und auch \u00fcber sich selbst. Die meisten Menschen sind immer eine Mischung aus allen drei W\u00f6rtern, abh\u00e4ngig von ihren Erfahrungen, ihrer Pers\u00f6nlichkeit, ihrer Stimmung und ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maskulin, feminin, neutrum. 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